HvideSande 09

Am Donnerstag Abend nach der letzten Klavierstunde gings los nach Hamburg um Dori ab zuholen und nach HvideSande zu fahren.

Getrübt durch einen kleinen Hexenschuß in Lottis Rücken suchte ich Freitag morgen noch schnell einen Tierarzt in Flensburg auf, um dann weiter zu düsen.

 

Abens kamen wir bei traumhaftem

Sonnenschein auf dem Nordsoe Campingplatz in Tingodden an.

Durch die Anmeldung bei den Kitenoobs ergatterten wir noch ein schnuckeliges Hüttchen mit windgeschützter Terasse und gut funktionierender Heizung.

Leider war der Wind an diesem Abend nur noch so schwach, daß ich mit dem 12er und dem neuen Wave-Board von Ron kaum Höhe halten konnte. Aber es war ja ordentlich was angesagt für die nächsten Tage.

 

Der Samstag Morgen führte uns nach Kloster, wo ich dann den ganzen Tag relativ entspannt meinen 5er fahren konnte.  

Abgesehen davon, daß er bei zu schnellen Lenkbewegungen zum invertieren neigt machte er riesen Spaß. Meine kleine Dori fegte es leider mit dem 7er Evo hinfort sodaß sie nicht kiten konnte.

 

Abends grillten wir auf unserer Terrasse und huldigten dem Windgott (etwas zu ausgiebig wie sich am nächsten Tag heraus stellen sollte) und begossen die schöne Dekoration im Gemeinschaftsraum.

 

Sonntag führte uns der Weg gegen Abend bei nach wie vor tobendem Sturm nach Ringköbing wo ich eine kleine aber feine Session mit einem einzigen anderen Kiter und meinem 5er hatte.

 

Nachdem die Kitenoobs-Truppe abgereist war verbrachte ich noch 2 wunderschöne Tage auf dem Fjord und an der Mole um dann ziemlich nass und durch gefroren wieder den Heimweg an zu treten. 

 

Schönes wildes kaltes und strahlendes HvideSande!

Dakhla April09

Abenteuertrip Dakhla

Wo soll ich nur anfangen?Der superkurze Abenteuer Urlaub (leider nur eine Woche) beginnt mit 4Stunden Zugfahrt nach Frankfurt, 3,5 Stunden Flug mit Air Maroc, 6 Stunden Aufenthalt in Casablanca (hier besuchen wir noch einen Markt der uns ganz kurz die bunt-chaotische Stimmung dieser Stadt erahnen lässt), erneuten 3,5 Stunden Flug nach Dakhla und einer halben Stunde Jeep-fahren durch die Sahara!

 

Sauanstrengend, aber glücklich treffen wir im bereits windigen Camp Attitude am Rande der riesigen Lagune vor Dakhlas Toren ein.

Unsere Mini-Bungalows sind schlicht aber schnuckelig marokkanisch eingerichtet. Dicke Decken und Matratzen lassen uns in der ziemlich kühlen Wüsten Nacht in tiefen Schlaf fallen. Die Zeltplane als Dach sorgt für das Zelt-feeling.

 

Am nächsten Morgen gehts los: 9 Kite-bags müßen ausgeräumt und die Boards für 12 Leute zusammengeschraubt werden.Und das bei fluffigen 5 Windstärken. Auf dem Wasser steppt schon der Bär.

 

Endlich am Nachmittag gehen wir aufs Wasser und es ist einfach nur herrlich. Trotz langem Neo sind wir überwältigt von der Farbe des (zugegeben recht kühlen) Wassers und den gelben Dünen dahinter. Und der Wind lässt und auch die ganze Woche nicht im Stich....

Das Training geht los und mit Kathrin und Christoph von der Kite-Mania haben wir eine super geduldige und kompetente Kite-Coacherin:-)

 

Mittags und abends gibts super leckeres marokkanisches Essen, angefangen mit Paella, über Tangine-Schmorgerichte bis hin zu Couscus.Wieder nix mit abnehmen- mist....

Wir sind jeden Tag mindestens 4 Stunden auf dem Wasser und erkunden in dieser Woche die wirklich unfassbar riesige Lagune.

 

Mehrmals mache ich einen Downwinder, welcher einmal um die Berg-zunge herumführt auf dem die Bungalows dicht an den Hügel geschmiegt stehen. Dort kommt irgendwann der "Speed-Spot" mit zwar ablandigem Wind aber dafür tatsächlich spiegelglattem Wasser, welches nur durch eine vorgelagerte Sandbank begrenzt wird. Mir war nicht klar wie schnell man kiten kann mit einem Zeigefinger am Strand entlangstreichend, wenn man keine chopigen Bedingungen hat.

 

Der Downwinder zur Duna Blanca war dann das nächste Riesen-Erlebnis: 3 Stunden durchkiten durch unterschiedlichste Wasseroberflächen, aber fast überall Stehtiefe und man konnte anhalten und ein paar Tricks probieren.

 

Die Krönung ist dann die riesige weiße Düne von der natürlich sämtliche Schlafanzug-Kiter mit stylischen Tricks runter sprangen. (Anmerkung Redaktion: Schlafanzug=der weiße Mystic-Neo den auch Len10 trägt:-))

 

Am Ende der Woche können nahezu alle kiten und die Aufsteiger haben neuen Input was sie zu Hause weiter üben wollen.(Von der Kondition mal ganz abgesehen).

 

Diese Reise war ein wahrer Kite-Traum für den sich auch diese äußerst anstrengende Reise auf jeden Fall lohnt!

El Yaque März 09 El Yaque März 09

Isla Margarita, eine kleine Insel vor der Küste Venezuelas-ein karibischer Traum.

4 Stunden Bahnfahrt nach Frankfurt und 10 Stunden Flug mit Zwischenstopp auf Barbados bzw Trinidad waren zwar echt anstrengend, aber es hat sich voll und ganz gelohnt.

28 Grad und wehende Fahnen empfangen mich am Flughafen Polamar.

 

 

Die Latinos sind nicht nur hübsch, sondern auch noch fröhlich und entspannt. Ein Lächeln im Gesicht sprengt jede Sprachbarriere, auch beim Drogensuchenden Militär auf dem Flughafen;-)

Die Hotels sind eher entspannte Surf-Hostels- bunt angemalt,gemütlich und etwas verschlunzt, in denen es auch schon mal durch das eine oder andere Dach hindurch regnet. Aber was soll's, hier regnet es ja normalerweise nicht sondern es bläst nur.

Außer in der Woche in der ich da war:-)

Da sammelte sich ein nettes kleines Tief über dem karibischen Insel-Arangement. Die Eimer im wunderschönen Meeresblick-Appartment störten nicht so sehr. Aber das der Windgott mich 6 Tage lediglich auf meinem 14er Evo durch die Fluten pustete hätt ich mir schon anders gewünscht. 

Nichts destotrotz soll man ja neue Sachen sowieso erstmal langsam lernen....

Warmes Wasser und Sonnenschein machen auch Leichtwind-kiten zur Freude.

 

 

Ein Tag Wellenreiten im Regen war auch spannend, zumal es an diesem Strand blies und meine Kite-Sachen in El Yaque in der Station lagen;-) Aber die Fahrt über die Insel hinterließ  einen kleinen Einblick in die Insel-Landschaft.

Durch den ungewöhnlichen Regen war alles saftig grün und der Regenwald sprang einen förmlich ins Gesicht:Erforsche mich mit all dem Getier, wie z.B. pelzigen Vogel-Spinnen und Schlangen und bunten riesigen Schmetterlingen! 

Das hab ich allerdings verschoben, da die Excursionen wegen Schlamm abgesagt wurden;-)

 

 

Also am vorletzten Tag noch schnell nach CocheII. Endlich viel Wind an einem Strand mit den skurilsten (und auch spitzesten )Muscheln !!(Bladder ick hör Dir platzen:-)

Der 9er Evo hat richtig Spaß gemacht und endlich ließ auch der Muskelkater nicht mehr auf sich warten. Stehtiefe wäre die Kirsche auf dem Sahnetörtchen gewesen...

Im Hotel empfingen uns frisch gefangene Riesen Langusten die mit trockenem Weißwein und traumhaftem Meeresrauschen im Hintergrund verspiesen werden wollten....

 

 

Leider gabs hier nirgends ein Klavier und auch die Dichte der Musikinteressierten 6-60-jährigen war eher gering....sonst wäre ich sicher geblieben:-)